Meine Arbeit mit Mensch und Tier

Der Mensch soll sich bei mir akzeptiert und geborgen fühlen. Auf dieser Basis schaffe ich Raum und Zeit, um sich selbst und Veränderungen wahrnehmen zu können.

Das heilpädagogische Reiten ermöglicht spontane Willensäußerung, erlaubt gemeinsam mit dem Pferd Freiräume zu entdecken und Grenzen kennen zu lernen.

Das Pferd hat eigene Antriebskräfte, ein hohes Maß von Schnelligkeit, Stärke und Größe. Der Mensch kann sich im Zusammenspiel mit dem Tier neu entdecken, in verschiedene Rollen schlüpfen und entwickelt dadurch neue Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Ich biete dreie verschiedene Varianten. Zum einen die Reittherapie – heilpädagogisches Arbeiten mit dem Pferd, die Pferd-Hund-Therapie und die hundgestützte Therapie.

Alle drei Angebote bieten Raum für einen wertfreien Kontakt auf Augenhöhe mit allen Sinnen und jeder in seinem eigenen Tempo.

Meine Vorgehensweise in der tiergestützten Therapie

In der tiergestützten Intervention nutze ich die freundliche und unvoreingenommene Art des Tieres. Beispielsweise ist der Hund bekannt als Türöffner, ein sozialer Katalysator, zudem wirkt es stress- reduzierend, euphorierend und motivierend. Diese positiven Eigenschaften mache ich mir zunutze, um die individuellen Ziele der Therapie zu erreichen.

Ziel meiner Arbeit ist es, meine Klient*innen durch die Verbesserung ihrer motorischen, kognitiven, seelischen und sozialen Fähigkeiten zu einem besseren Selbstwertgefühl und einer größeren Eigenständigkeit in der Bewältigung ihres Alltags zu verhelfen.

Der Fokus liegt dabei auf folgenden Aspekten/ Kompetenzen: 

  • Motorik und Gleichgewicht: Durch die Bewegung des Pferdes werden Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und -koordination gefördert, die Muskulatur und Sensomotorik gestärkt und die sensorische Integration und des Körperschemas geschult.
  • Beziehungsgestaltung: Die Beziehung zum Pferd, Hund und mir wird gezielt unterstützt, um Vertrauen und Empathie aufzubauen. Die Kommunikationsfähigkeit entwickelt sich weiter, nonverbal und empathisch zum Tier, ein Gefühl des verstanden werdens und das Selbstbewusstesein wird ganz unbewusst nebenher gestärkt.
  • Emotionale und soziale Stabilisierung: Der Umgang mit dem Pferd und Hund hilft, Ängste abzubauen, emotionale Stabilität zu entwickeln und soziale Kompetenzen zu stärken. Ebenso kann eine 60 minütige Entlastung von Eltern bei pflegebedürftigen Kindern, zur emotionalen Stabilisierung ganz unbewusst beitragen.

Dauer der Maßnahme

Eine Therapieeinheit dauert 60 Minuten und ich biete sie in einem 2 Wochen-Rhythmus an. Die Maßnahme sollte mindestens über sechs Monate durchgeführt werden, um nachhaltige Veränderungen im Alltag in Absprache mit evtl. weiteren Therapeuten des Klient*innen zu erreichen. Eine Verlängerung ist natürlich möglich, um die Fortschritte weiter zu festigen. 

Kosten

Grundsätzlich ist die tiergestützte Therapie / Reittherapie eine freiwillige Leistung der Kostenträger.

In manchen Fällen werden die Kosten jedoch von der Krankenkasse, der Pflegekasse, dem Sozialamt oder dem Jugendamt übernommen.

 

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